Präzise Analyse für
maximale Standzeit

Werkzeuginspektion

Eine regelmäßige und fachgerechte Werkzeuginspektion ist entscheidend, um Verschleiß frühzeitig zu erkennen und ungeplante Stillstände zu vermeiden. Wir prüfen Ihre Werkzeuge vollständig – von der äußeren Sichtprüfung bis zur tiefgehenden Funktionsanalyse.
 
Beispiele
Werkzeuginspektion

Spritzgusswerkzeuge

  • Über­prü­fung von Tren­ne­be­nen, Aus­wer­fern, Schie­bern, An­guss- und Kühl­ka­nä­len
  • Ana­ly­se von Ver­schleiß an Ka­vi­tä­ten (z. B. bei glas­fa­ser­ver­stärk­ten Kunst­stof­fen)
  • Kon­trol­le von Dich­tun­gen, Tem­pe­rier­kreis­läu­fen und Heiß­ka­nal­sys­te­men

Druckgusswerkzeuge

  • Sicht­prü­fung auf Ris­se, Aus­brü­che, Ero­si­on und Wär­me­ein­wir­kun­gen
  • Ana­ly­se der Ent­lüf­tung, Schie­ber, Form­ein­sät­ze und Be­schich­tun­gen
  • Prü­fung von Spann- und Aus­wer­fer­sys­te­men

Press- & Umformwerkzeuge

  • Über­prü­fung von Zieh- und Schneid­stem­peln, Ma­tri­zen, Füh­run­gen, Nie­der­hal­tern
  • Ver­schleiß- und Ober­flä­chen­ana­ly­se zur Sicher­stel­lung sau­be­rer Blech­kan­ten
  • Prü­fung der Werk­zeug­zen­trie­rung und Füh­rungs­ele­men­te

Typische Probleme,
die wir frühzeitig
erkennen

Mikrorisse, Auswaschungen, Gratbildung

ungleichmäßige Temperierung → Maßabweichungen

verschlissene Auswerfer → Ausschuss durch Abdrücke

beschädigte Heißkanaldüsen → Füllprobleme

werkzeug reinigen

Professionelle Reinigung für konstante Bauteilqualität

Rückstände in Formeinsätzen oder Kühlkanälen führen schnell zu Qualitätsproblemen, erhöhtem Energieverbrauch oder längeren Zykluszeiten. Wir reinigen Spritzguss-, Druckguss-, Press- und Umformwerkzeuge gründlich und materialspezifisch.

Unsere Reinigungsverfahren

Ultraschallreinigung für filigrane Werkzeugbereiche

Trockeneisstrahlen für empfindliche Oberflächen und Poliergrade

Mechanische Reinigung bei stark haftenden Anhaftungen

Reinigung von Kühlkanälen zur Wiederherstellung optimaler Temperierung

Beispiele Werkzeug reinigen

Spritzguss

Materialanhaftungen, Angussreste, Verharzungen, Farbwechselrückstände

Druckguss

Oxide, Schmierstoffreste, thermische Ablagerungen

Press- und Umformtechnik

Abrieb, Ölrückstände, Schmiermittelverharzungen

Ergebnis

- Stabile Zykluszeiten
- Gleichbleibend hohe Oberflächenqualität
- Weniger Werkzeugverschleiß
- Hohe Prozesssicherheit in der Serienfertigung

Für stabile Funktion &
sichere Prozesse

Werkzeug
instandhaltung

Zustandsanalyse & Verschleißbewertung

Die Instandhaltung greift ein, bevor ein Werkzeug funktionsunfähig wird. Wir analysieren Verschleißmechanismen, prüfen Maß- und Formabweichungen und bewerten Passflächen, Führungen sowie mechanische Spiele.

Ziel ist es, kritische Veränderungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Maßnahmen abzuleiten.

Korrigierende Maßnahmen für maximale Prozessfähigkeit

Auf Basis der Analyse setzen wir gezielte Korrekturen um. Dazu zählen die Nacharbeit von Funktionsflächen, das Polieren belasteter Bereiche sowie der Austausch verschlissener Komponenten.

Definierte Passungen und Spannverhältnisse werden wiederhergestellt, um die Prozessfähigkeit zuverlässig abzusichern.

Technische Differenzierung: Wartung vs. Instandhaltung

Wartung bezeichnet präventive Pflege zur Vermeidung von Verschleiß. Instandhaltung umfasst korrigierende Eingriffe vor dem Ausfall.

Beide Maßnahmen ergänzen sich und sind entscheidend, um Werkzeugstillstände zu reduzieren und eine stabile Produktion sicherzustellen.

REPARATUREN FÜR FUNKTION & PRÄZISION

WERKZEUG
REPARATUR

PRÄVENTIVE WERKZEUG­WARTUNG FÜR LANG­LEBIGE PRÄZISIONS­WERKZEUGE

Industrielle Werkzeuge sind im laufenden Produktionsprozess hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt.
Eine präventive Werkzeugwartung senkt das Ausfallrisiko deutlich und stellt eine konstante Maßhaltigkeit sowie reproduzierbare Qualität in der Fertigung sicher.

RELEVANTE TECHNISCHE PARAMETER BEI DER WERKZEUG­WARTUNG

Auch bei nicht spritzgussbezogenen Werkzeugen bestimmen technische Kennwerte die Funktionssicherheit.
Dazu zählen definierte Passungsqualitäten, stabile Rückstellkräfte von Federsystemen, kontrollierte thermische Ausdehnung, geeignete Oberflächenrauheiten sowie das Schmierstoffverhalten unter Belastung.

INSPEKTION, REINIGUNG & FUNKTIONSTEST

Im Rahmen der Wartung überprüfen wir Bewegungsabläufe, Wiederholgenauigkeit und das Zusammenspiel aller Werkzeugkomponenten.
Durch gezielte Reinigung, Schmierung und Funktionstests wird eine dauerhaft stabile Werkzeugfunktion im täglichen Produktionsbetrieb gewährleistet.
Gezielte Wartung für stabile
Prozesse und lange Standzeiten

Spritzguss
werkzeug-
wartung

MATERIAL- & PROZESSABHÄNGIGE
BELASTUNGSMECHANISMEN

Spritzgusswerkzeuge sind im Serienbetrieb hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Schließkräfte, wechselnde Werkzeugtemperaturen sowie abrasive, adhäsive und chemische Einflüsse wirken dauerhaft auf die Werkzeugkomponenten.

Eine präzise und regelmäßig durchgeführte Wartung reduziert diese Schädigungsmechanismen und trägt wesentlich zur Standzeitverlängerung bei.

KAVITÄTENREINIGUNG, POLITUR &
ENTLÜFTUNGSOPTIMIERUNG

Im Rahmen der Wartung reinigen wir Kavitäten und Funktionsflächen von Rückständen, Ablagerungen und Oxidationen. Durch gezielte Politur stellen wir die Oberflächenqualität wieder her.

Die Entlüftung wird so angepasst, dass eine saubere Füllung ohne Schmauch oder Verbrennungen dauerhaft sichergestellt ist.

PROZESSPARAMETER, DIE DEN
WERKZEUGVERSCHLEISS
BEEINFLUSSEN

Der Werkzeugverschleiß wird maßgeblich durch die eingestellten Prozessparameter bestimmt.

Temperaturführung, Einspritz- und Nachdruckverhalten sowie Kühlbedingungen beeinflussen die thermische und mechanische Belastung. Abweichungen führen zu Qualitätsmängeln und beschleunigen den Verschleiß der Werkzeugkomponenten.

Präzise Verfahren für
hochwertige Spritzgusswerkzeuge

Spritzgusswerkzeug
instandhaltung

Verschleißerkennung an Funktionskanten und Formtrennungen

Im Rahmen der Instandhaltung analysieren wir typische Verschleißbilder an Funktionskanten und Formtrennungen. Dazu zählen erosive Angriffe durch faserverstärkte Kunststoffe, Mikroausbrüche an Trennkanten, Politurverluste in Hochglanzbereichen sowie Korrosion und zunehmende Spiele in beweglichen Mechaniken.

Instandhaltung von Heißkanälen und Temperierkreisen

Heißkanalsysteme reagieren sensibel auf thermische Belastungen und Prozessschwankungen. Wir prüfen Düsen, Heiz- und Sensorkreise sowie die thermische Gleichmäßigkeit im Schmelzfluss. Zusätzlich analysieren wir Temperierkreisläufe hinsichtlich Durchfluss, Ablagerungen und Temperaturverteilung, um die Prozessstabilität zu sichern.

Instandhaltungs­orientierte Optimierung

Ziel der Instandhaltung ist die gezielte Reduktion von Verschleiß- und Schädigungsmechanismen. Durch angepasste Kavitätenoberflächen, verschleißoptimierte Werkzeugstähle und geeignete Beschichtungen sowie optimierte Entformungsmechaniken wird die Standzeit erhöht und die Werkzeugfunktion nachhaltig stabilisiert.
Präzise Reparaturen für
sichere Serienprozesse

Spritzgusswerkzeug-
reparatur

1. Reparaturen an Hochpräzisionskavitäten

Beschädigte Kavitäten werden mit geeigneten Reparaturverfahren instand gesetzt. Dazu zählen spannungsarme Schweißverfahren sowie hochpräzise Fräs- und Erodierprozesse im Mikrometerbereich. Polierte Funktionsflächen werden reproduzierbar bis zur ursprünglichen Oberflächenqualität wiederhergestellt.

2. Analyse der Schadensursache

Vor jeder Reparatur analysieren wir die Ursachen der Schädigung. Bewertet werden thermische Überlastungen, materialbedingte Einflüsse aggressiver Polymere, unzureichende Temperierung sowie ungünstige Fließverhältnisse. Ziel ist es, wiederkehrende Schäden dauerhaft zu vermeiden.

3. Wiederinbetriebnahme unter realen Prozessbedingungen

Nach Abschluss der Reparatur erfolgt die Inbetriebnahme unter realen Produktionsbedingungen. Dabei werden Druck- und Temperaturverläufe erfasst, das Füllverhalten überprüft und die Maßhaltigkeit der Bauteile dokumentiert. So stellen wir eine sichere Rückführung in den Serienprozess sicher.

Gezielte Änderungen für neue
Geometrien & stabile Prozesse.

Spritzgusswerkzeug-
änderung

1.

Konturänderungen für geänderte Bauteilgeometrien

Bei geänderten Bauteilgeometrien passen wir Werkzeuge hochpräzise an. Je nach Umfang erfolgen lokale Nacharbeiten oder umfassende Kavitätenmodifikationen. Ziel ist es, die neue Geometrie prozesssicher abzubilden und die Bauteilqualität ohne Kompromisse sicherzustellen. Das Lastenheft bildet die Grundlage für Konstruktion, Werkzeugauslegung und Fertigung und stellt ein einheitliches technisches Verständnis sicher.

2.

Materialinduzierte Werkzeugänderungen

Ein Materialwechsel hat direkten Einfluss auf das Werkzeugverhalten. Unterschiede in Schwindung, Abrasivität, chemischer Belastung oder erforderlicher Werkzeugtemperatur machen konstruktive Anpassungen notwendig. Durch gezielte Modifikationen stellen wir eine stabile Verarbeitung und reproduzierbare Bauteile sicher.

3.

Optimierung der Zykluszeit durch Geometrie- oder Temperiermodifikationen

Zur Reduzierung der Zykluszeit optimieren wir Werkzeuggeometrie und Temperierung. Angepasste Kühlkonzepte, eine gleichmäßige Temperaturführung sowie verbesserte Entformungs- und Angusslösungen senken Zykluszeiten und erhöhen die Wirtschaftlichkeit des Spritzgussprozesses.

faq

Allgemeines zum
Werkzeugservice

Ein professioneller Werkzeugservice beinhaltet Wartung, Instandhaltung, Reparatur und konstruktive Werkzeugänderungen. Zusätzlich umfasst er Verschleißanalysen, Funktionsprüfungen, Maßkontrollen, Dokumentation der Werkzeugzustände sowie die Bauteil- und Prozessbewertung im späteren Produktionsbetrieb.

Präzisionswerkzeuge unterliegen mechanischem, thermischem und tribologischem Verschleiß. Ein systematischer Werkzeugservice verhindert Funktionsstörungen, reduziert das Risiko unerwarteter Stillstände, optimiert die Bauteilqualität und verlängert die Werkzeugstandzeit signifikant.

Werkzeugwartung

Die präventive Wartung vermeidet Schäden, bevor sie entstehen. Mechanische Komponenten wie Führungen, Auswerfer, Schieber oder Passflächen werden gereinigt, geschmiert, geprüft und dokumentiert. Dadurch bleiben Maßhaltigkeit, Wiederholgenauigkeit und Prozessstabilität erhalten.

  • Kavitäten-, Trenn- und Funktionsflächen reinigen
  • Schmierstellen versorgen
  • Führungen und Passsitze prüfen
  • Bewegungsmechanik testen
  • Entlüftungen reinigen oder nacharbeiten
  • Sichtkontrolle auf Mikroausbrüche, Gratbildung und Anhaftungen

Das Intervall hängt von Material, Kavitätsgeometrie, Prozessparametern und Bauteilanforderungen ab. Werkzeuge für abrasive Kunststoffe (GF-verstärkte Polymere) benötigen z. B. deutlich kürzere Wartungszyklen als Werkzeuge für Standardmaterialien wie PP oder PE.

Werkzeug­instandhaltung

  • Wartung → präventiv, um Schäden zu verhindern
  • Instandhaltung → korrigierend, wenn sich bereits Verschleiß oder Funktionsbeeinträchtigungen zeigen

Die Instandhaltung stellt sicher, dass Werkzeuge trotz Verschleiß weiterhin innerhalb ihrer Spezifikation funktionieren.

  • Nacharbeit verschlissener Passflächen
  • Austausch von Auswerfern, Federn, Führungen
  • Optimierung der Entlüftung
  • Polieren technischer Funktionsflächen
  • Wiederherstellen definierter Passungsqualitäten

Hinweise sind u. a.:

  • Gratbildung
  • unvollständig gefüllte Bereiche
  • Verschleiß an Trennkanten
  • ungleichmäßige Entformung
  • Schieber, die nicht mehr synchron laufen
  • Maßabweichungen am Bauteil

Werkzeug­reparatur

Wenn Schäden an funktionalen Bereichen auftreten – z. B. Risse, Materialausbrüche, verformte Kavitäten, defekte Auswerfer oder beschädigte Passflächen – reicht eine Instandhaltung nicht mehr aus und eine Reparatur wird notwendig.

Nach der Schadensanalyse werden beschädigte Bereiche:

  1. präpariert,
  2. mittels Laserauftragsschweißen oder Hartauftrag saniert,
  3. nachbearbeitet (Fräsen, Schleifen, Polieren, Erodieren),
  4. messtechnisch geprüft,
  5. anschließend im realen Prozess bemustert.

Bei fachgerechter Reparatur mit geeigneten Werkstoffen und Schweißprozessen kann die Standzeit nahezu vollständig wiederhergestellt werden. In hochbelasteten Zonen empfiehlt sich ggf. eine zusätzliche Beschichtung (DLC, CrN, TiN).

Werkzeug­änderung

Typische Gründe sind:

  • Geometrieänderungen am Bauteil
  • Materialwechsel (z. B. GF-Verstärkung)
  • Funktionsanpassungen
  • Produktweiterentwicklungen oder Varianten
  • Optimierung der Zykluszeit oder Bauteilqualität
  • Konturfräsen / Konturnacharbeit
  • Ändern von Anguss- und Anschnittkonzepten
  • Anpassung von Kühlkanalstrukturen
  • Erweitern oder Entfernen von Funktionsbereichen
  • Anpassung der Oberflächenstruktur

Neue Geometrien verändern das Füllverhalten, die Kühlzeit, den Entformungswiderstand und die Druckprofile im Spritzprozess. Daher wird das Werkzeug nach jeder Änderung erneut bemustert und prozessseitig optimiert.