Rückstände in Formeinsätzen oder Kühlkanälen führen schnell zu Qualitätsproblemen, erhöhtem Energieverbrauch oder längeren Zykluszeiten. Wir reinigen Spritzguss-, Druckguss-, Press- und Umformwerkzeuge gründlich und materialspezifisch.
Materialanhaftungen, Angussreste, Verharzungen, Farbwechselrückstände
Oxide, Schmierstoffreste, thermische Ablagerungen
Abrieb, Ölrückstände, Schmiermittelverharzungen
- Stabile Zykluszeiten - Gleichbleibend hohe Oberflächenqualität - Weniger Werkzeugverschleiß - Hohe Prozesssicherheit in der Serienfertigung
REPARATUREN FÜR FUNKTION & PRÄZISION
Spritzgusswerkzeuge sind im Serienbetrieb hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Schließkräfte, wechselnde Werkzeugtemperaturen sowie abrasive, adhäsive und chemische Einflüsse wirken dauerhaft auf die Werkzeugkomponenten.
Eine präzise und regelmäßig durchgeführte Wartung reduziert diese Schädigungsmechanismen und trägt wesentlich zur Standzeitverlängerung bei.
Im Rahmen der Wartung reinigen wir Kavitäten und Funktionsflächen von Rückständen, Ablagerungen und Oxidationen. Durch gezielte Politur stellen wir die Oberflächenqualität wieder her.
Die Entlüftung wird so angepasst, dass eine saubere Füllung ohne Schmauch oder Verbrennungen dauerhaft sichergestellt ist.
Der Werkzeugverschleiß wird maßgeblich durch die eingestellten Prozessparameter bestimmt.
Temperaturführung, Einspritz- und Nachdruckverhalten sowie Kühlbedingungen beeinflussen die thermische und mechanische Belastung. Abweichungen führen zu Qualitätsmängeln und beschleunigen den Verschleiß der Werkzeugkomponenten.
Beschädigte Kavitäten werden mit geeigneten Reparaturverfahren instand gesetzt. Dazu zählen spannungsarme Schweißverfahren sowie hochpräzise Fräs- und Erodierprozesse im Mikrometerbereich. Polierte Funktionsflächen werden reproduzierbar bis zur ursprünglichen Oberflächenqualität wiederhergestellt.
Vor jeder Reparatur analysieren wir die Ursachen der Schädigung. Bewertet werden thermische Überlastungen, materialbedingte Einflüsse aggressiver Polymere, unzureichende Temperierung sowie ungünstige Fließverhältnisse. Ziel ist es, wiederkehrende Schäden dauerhaft zu vermeiden.
Nach Abschluss der Reparatur erfolgt die Inbetriebnahme unter realen Produktionsbedingungen. Dabei werden Druck- und Temperaturverläufe erfasst, das Füllverhalten überprüft und die Maßhaltigkeit der Bauteile dokumentiert. So stellen wir eine sichere Rückführung in den Serienprozess sicher.
Bei geänderten Bauteilgeometrien passen wir Werkzeuge hochpräzise an. Je nach Umfang erfolgen lokale Nacharbeiten oder umfassende Kavitätenmodifikationen. Ziel ist es, die neue Geometrie prozesssicher abzubilden und die Bauteilqualität ohne Kompromisse sicherzustellen. Das Lastenheft bildet die Grundlage für Konstruktion, Werkzeugauslegung und Fertigung und stellt ein einheitliches technisches Verständnis sicher.
Ein Materialwechsel hat direkten Einfluss auf das Werkzeugverhalten. Unterschiede in Schwindung, Abrasivität, chemischer Belastung oder erforderlicher Werkzeugtemperatur machen konstruktive Anpassungen notwendig. Durch gezielte Modifikationen stellen wir eine stabile Verarbeitung und reproduzierbare Bauteile sicher.
Zur Reduzierung der Zykluszeit optimieren wir Werkzeuggeometrie und Temperierung. Angepasste Kühlkonzepte, eine gleichmäßige Temperaturführung sowie verbesserte Entformungs- und Angusslösungen senken Zykluszeiten und erhöhen die Wirtschaftlichkeit des Spritzgussprozesses.
Ein professioneller Werkzeugservice beinhaltet Wartung, Instandhaltung, Reparatur und konstruktive Werkzeugänderungen. Zusätzlich umfasst er Verschleißanalysen, Funktionsprüfungen, Maßkontrollen, Dokumentation der Werkzeugzustände sowie die Bauteil- und Prozessbewertung im späteren Produktionsbetrieb.
Präzisionswerkzeuge unterliegen mechanischem, thermischem und tribologischem Verschleiß. Ein systematischer Werkzeugservice verhindert Funktionsstörungen, reduziert das Risiko unerwarteter Stillstände, optimiert die Bauteilqualität und verlängert die Werkzeugstandzeit signifikant.
Die präventive Wartung vermeidet Schäden, bevor sie entstehen. Mechanische Komponenten wie Führungen, Auswerfer, Schieber oder Passflächen werden gereinigt, geschmiert, geprüft und dokumentiert. Dadurch bleiben Maßhaltigkeit, Wiederholgenauigkeit und Prozessstabilität erhalten.
Das Intervall hängt von Material, Kavitätsgeometrie, Prozessparametern und Bauteilanforderungen ab. Werkzeuge für abrasive Kunststoffe (GF-verstärkte Polymere) benötigen z. B. deutlich kürzere Wartungszyklen als Werkzeuge für Standardmaterialien wie PP oder PE.
Die Instandhaltung stellt sicher, dass Werkzeuge trotz Verschleiß weiterhin innerhalb ihrer Spezifikation funktionieren.
Hinweise sind u. a.:
Wenn Schäden an funktionalen Bereichen auftreten – z. B. Risse, Materialausbrüche, verformte Kavitäten, defekte Auswerfer oder beschädigte Passflächen – reicht eine Instandhaltung nicht mehr aus und eine Reparatur wird notwendig.
Nach der Schadensanalyse werden beschädigte Bereiche:
Bei fachgerechter Reparatur mit geeigneten Werkstoffen und Schweißprozessen kann die Standzeit nahezu vollständig wiederhergestellt werden. In hochbelasteten Zonen empfiehlt sich ggf. eine zusätzliche Beschichtung (DLC, CrN, TiN).
Typische Gründe sind:
Neue Geometrien verändern das Füllverhalten, die Kühlzeit, den Entformungswiderstand und die Druckprofile im Spritzprozess. Daher wird das Werkzeug nach jeder Änderung erneut bemustert und prozessseitig optimiert.
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